Gemeinnütziger Sozialer Dienst Hamburg     

                                  Pflegedienst  Beratung

 
Home
Über uns
Beratung
Anlaufstellen
Suchmaschinen
Projektvorschau
Förderer
Pflegedienst
Medizin+Forschung
Downloads
Links
Kontakt
Impressum

Beratung

Pflegeberatung-online
Pflegedienstwahl
Pflegeberatung
Fachpflegedienste
Grundpflege
Behandlungspflege
Haushaltshilfe
häusl. Betreuung
Familienpflege
Hilfsmittelversorgung
Wohnraumanpassung
andere Dienstleister
Pflegeversicherung
Krankenkassen
Sozialämter

Häusliche Betreuung als Pflegesachleistung der Pflegeversicherung

Betreuung als Pflegesachleistung

Ab 2013 können Pflegebedürftige und Demenzkranke neben den bisherigen Leistungen der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung auch häusliche Betreuung als Pflegesachleistung nach den Bestimmungen der Pflegeversicherung in Anspruch nehmen.


Auch Menschen mit Demenz, die keiner der drei Pflegestufen zugeordnet sind (Pflegestufe 0) können Betreuungsleistungen als von den Pflegediensten zu erbringende Sachleistung erhalten.

Dazu zählen:

  • Hilfe, Unterstützung und Beaufsichtigung im häuslichen Umfeld
  • Aktivitäten zur Gestaltung des Alltags

Mehrere Demenzerkrankte können gemeinsam diese Leistungen in Anspruch nehmen.

Im Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz 2012 werden die Betreuungsleistungen wie folgt definiert:

1. Unterstützung von Aktivitäten im häuslichen Umfeld, die dem Zweck der Kommunikation
    und der Aufrechterhaltung sozialer Kontakte dienen,

2. Unterstützung bei der Gestaltung des Alltags, insbesondere Hilfen zur Entwicklung und Aufrecht-
    erhaltung einer Tagesstruktur, zur Durchführung bedürfnisgerechter Beschäftigungen und Einhaltung
    eines bedürfnisgerechten Tag-/Nacht-Rhythmus.

3. Der Anspruch auf häusliche Betreuung setzt voraus, dass die Grundpflege und die hauswirtschaftliche
    Versorgung im Einzelfall gesichert sind.

Betreuungs- und Entlastungsangebote

Folgende Betreuungs- und Entlastungsangebote können mit den zusätzlichen Leistungen in Anspruch genommen werden:

  • Betreuungsleistungen ambulanter Pflegedienste (z.B. stunden- oder tageweise Einzelbetreuung),
  • Niedrigschwellige Betreuungsangebote (z.B. Betreuungsgruppen, Gesprächs- und Tanznachmittage für demenziell erkrankte Menschen),
  • Tages- und Nachtpflege,
  • Kurzzeitpflege.

In der Tages- und Nachtpflege sowie Kurzzeitpflege können Sie mit dem Betreuungsbetrag auch Unterkunft,
Verpflegung und Investitionskosten finanzieren.

  Im Rahmen der zusätzlichen Betreuungsleistungen werden nur tatsächlich entstandene Kosten erstattet.
Dafür sollten Sie alle Belege über Betreuungskosten bei der Pflegekasse einreichen.

 

Gut zu wissen:


Finanziert werden die Betreuungsleistungen aus dem Budget der jeweils bewilligten Pflegestufe.
und den zusätzlichen Betreuungs-(und Entlastungs-)Leistungen der
Pflegeversicherung.

ZUSÄTZLICHE BETREUUNGS- (UND ENTLASTUNGS-)LEISTUNGEN DER PFLEGEVERSICHERUNG

Zusätzliche Betreuungsleistungen sind Leistungen der Pflegeversicherung für Personen mit einem besonderen Betreuungs- und
Beaufsichtigungsbedarf. Dies sind häufig Menschen mit einer Demenz, einer geistigen Behinderung oder einer psychischen
Erkrankung (z. B. Depression). Um die Betreuungsleistungen zu erhalten, muss der zusätzliche Betreuungs- und
Beaufsichtigungsbedarf von der Pflegekasse zuerkannt sein.
Hierfür wird der Bedarf mittels eines festgelegten Prüfverfahrens erfasst. Es werden alltägliche Bereiche überprüft, wie zum Beispiel:
Neigt die bedürftige Person zum Weglaufen?; Kann sie gefährliche Situationen richtig einschätzen?;
Kann sie Tages- und Nachtzeiten richtig einordnen?
 

Ab dem 1.1.2015 erhalten auch Personen in den Pflegestufen 1-3 ohne erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz
zusätzliche Betreuungsleistungen.
 

Die Techniker Krankenkasse erläutert beispielhaft den Ablauf der Begutachtung




Ab dem 1.1.2015 betragen die ZUSÄTZLICHE BETREUUNGS- (UND ENTLASTUNGS-)LEISTUNGEN


Stufe der Pflegebedürftigkeit                          Leistungen ab 2015 pro Monat
             
                                                                                 (Angaben in Euro) bis zu                        

Pflegestufe I, II oder III
(ohne erheblich eingeschränkter                                        104                                                                        
Alltagskompetenz)

Pflegestufe 0, I, II oder III
(mit dauerhaft erheblich einge-
schränkter Alltagskompetenz,
                                           104                                                                     
der zur Inanspruchnahme des
Grundbetrages berechtigt)

Pflegestufe 0, I, II oder III
(mit dauerhaft erheblich einge-
schränkter Alltagskompetenz,
                                            208                                                                    
der zur Inanspruchnahme des
erhöhten Betrages berechtigt)
 

Den Betreuungsbetrag erhalten Versicherte mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz.
(psychisch kranke, behinderte oder demenziell erkrankte Menschen). Es wird je nach Betreuungsbedarf
ein Grundbetrag oder ein erhöhter Betrag gewährt.

Ab dem 1. Januar 2015 werden zusätzliche Betreuungsleistungen um die Möglichkeit ergänzt,
niedrigschwellige Entlastungsleistungen in Anspruch zu nehmen.

Wer seinen Anspruch auf ambulante Pflegesachleistungen nicht voll ausschöpft, kann zudem
ab 1. Januar 2015 den nicht für den Bezug von ambulanten Sachleistungen genutzten Betrag –
maximal aber 40 Prozent des hierfür vorgesehenen Leistungsbetrages – für niedrigschwellige
Betreuungs- und Entlastungsangebote verwenden.

 

Siehe Pflegeversicherung