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Fachpflege für Schlaganfall / Apoplex

 Wir unterstützen Sie 
auf dem schweren Weg
 der Rehabilitation                                                            Schlaganfall 

Ein Patient, der einen Schlaganfall erlitten hat bedarf einer unverzüglichen ärztlichen Behandlung.

Der Akutphase folgt die Zeit der Rehabilitation, entweder während eines stationären Aufenthaltes oder ambulant in der Häuslichkeit.

 

Besonders in der Anfangszeit ist häufig eine intensive psychische und physische   Unterstützung notwendig -  z.B. in den Bereichen Körperpflege, medizinischer Behandlungspflege sowie in der hauswirtschaftlichen Versorgung.

Hierbei können Sie auf die Dienste unserer ausgebildeten Pflegekräfte und unserer umsichtigen Haushaltshilfen  zurückgreifen. Den besonderen Anforderungen dieser
                       Erkrankung begegnet der SDH durch regelmäßige Schulungen seiner Mitarbeiter.

                                                                                                                                                                                                                                        

                                                                                                                                                                                                                            

                                                                                                                                                                                                                           Informieren  Sie sich näher über das Krankheitsbild, damit Sie Ihren Ärzten die richtigen Fragen stellen können.


Als Schlaganfall (auch Zerebraler Insult, apoplektischer Insult oder Gehirnschlag, in der medizinischen Umgangssprache häufig verkürzend auch Apoplex oder Insult), wird eine plötzlich auftretende Erkrankung des Gehirns bezeichnet, die zu einem anhaltenden Ausfall von Funktionen des Zentralen Nervensystems führt und durch kritische Störungen der Blutversorgung des Gehirns verursacht wird.

Inhaltsverzeichnis

 

Begriffe

Die Terminologie des Schlaganfalls wird nicht einheitlich benutzt. Gleichbedeutend zum Begriff Schlaganfall sind auch die angloamerikanischen Termini Stroke und Cerebrovascular accident (CVA) .[1] Diese Bezeichnungen werden häufig als Oberbegriff für unterschiedliche neurologische Krankheitsbilder benutzt, deren wichtigste Gemeinsamkeit plötzliche Symptome nach einer auf das Gehirn begrenzten Durchblutungsstörung sind, wobei der Funktionsverlust definitionsgemäß[2] nicht auf primäre Störungen der Erregbarkeit von Nervenzellen zurückzuführen sein darf (konvulsive Störung, siehe Epilepsie).

 

Schlaganfallformen - Minderdurchblutung oder Blutung

Dem Schlaganfall liegt ein plötzlicher Mangel der Nervenzellen an Sauerstoff und anderen Substraten zugrunde. Grob unterscheiden lassen sich die plötzlich auftretende Minderdurchblutung (Primär ischmischer Hirninfarkt) und die akute Hirnblutung, die jedoch sekundär auf Grund ihrer raumfordernden Wirkung bzw. auf Grund des Fehlens des Blutes in nachgeordneten Regionen ebenfalls zu einer Ischämie führt. Die Unterscheidung zwischen Minderdurchblutung und Blutung ist erst durch bildgebende Verfahren wie die Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) sicher möglich, wobei in den ersten Stunden beide Bildgebungsmethoden insbesondere beim primär ischämischen Hirninfarkt noch unauffällig sein können. Die Verdachtsdiagnose einer Subarachnoidalblutung, welche in Folge einer geplatzten Arterie (z.B. auf Grund eines Aneurysmas) entsteht, kann insbesondere bei nur milder Symptomtatik (z.B. alleinige Kopfschmerzen) durch den Nachweis von Blutbestandteilen im Nervenwasser bei der Lumbalpunktion bestätigt werden.

Kürzer als 24 Stunden andauernde Minderdurchblutungen ohne sichtbare Folgen werden als Transitorische ischämische Attacke (TIA) bezeichnet. Typischerweise dauern diese einige wenige Minuten und können rezidivieren (erneut auftreten). Der Begriff (Prolongiertes) reversibles ischämisches neurologisches Defizit (RIND/PRIND) für länger als 24 Stunden, aber kürzer als drei Wochen anhaltende Befunde soll nach den aktuellen Leitlinien nicht mehr angewendet werden, da dies bereits einem manifesten Schlaganfall entspricht [3]. Gleiches gilt für die Beschreibung eines Partiell reversiblen ischämischen neurologischen Syndroms (PRINS).

Jährliche Häufigkeiten in Deutschland:

  • durch Minderdurchblutung primär ischämischer Hirninfarkte (Inzidenz) 137 Ereignisse/100.000 Einwohner,
  • Hirnblutungen (24/100.000),
  • Einblutungen in den das Gehirn umgebenden Liquorraum, sogenannte Subarachnoidalblutungen (6/100.000), und
  • Schlaganfälle ungeklärter Ursache (8/100.000).
  • Auch bei primär ischämischen Infarkten kann es zu sekundären Blutungen im Infarktgebiet (hämorrhagische Infarzierung) kommen.[4]

 

Symptome

Schlaganfall-Symptome

 

 

Medizinische Kurzfassung

Als Zeichen eines Schlaganfalles können gleichzeitig mehrere Symptome je nach Schweregrad auftreten[5]:

  • Plötzliche Sehstörung auf einem oder beiden Augen (evtl. einseitige Pupillenerweiterung) beziehungsweise Gesichtsfeldausfall
  • Plötzlich wird nur noch eine Hälfte wahrgenommen (z.B. beim Essen wird nur die rechte Seite des Tellers geleert, die linke bleibt unangetastet) dieser Ausfall wird auch Neglect genannt.
  • Schwindel, plötzliche Gangstörung, Gleichgewichts- oder Koordinationsstörung (Ataxie)
  • Plötzliche Doppelbilder
  • Plötzliches und anhaltendes Taubheitsgefühl im Arm oder Bein
  • Plötzliche Lhämung oder Schwäche im Gesicht, evtl. auch an Arm oder Bein, insbesondere auf einer Körperhälfte (auch: Parese, Erschlaffen, Plegie)
  • Plötzliche Verwirrung, Sprach-, Schrift- oder Verständnisstörung
  • Plötzlich stärkster Kopfschmerz ohne zu erkennende Ursache (RR-Kontrolle auf RR-Anstieg)
  • Plötzliche Schluckstörungen (Dysphagie)

 

Test zur Erkennung eines Schlaganfalls

Ein einfacher Test zur Erkennung eines Schlaganfalls durch Laien ist die Cincinnati Prehospital Stroke Scale (CPSS).[6][7]

US-Mediziner haben diesen simplen Test vorgestellt, mit dem auch ungeübte Personen innerhalb einer Minute einen Schlaganfall relativ sicher erkennen können. Sie müssen nur beurteilen, ob ein Patient normal lächelt, beide Arme heben und halten beziehungsweise einen einfachen Satz verständlich formulieren kann.

  • Bitten Sie die Person, zu lächeln. (Das Gesicht wird bei Lähmung einseitig verzogen.)
  • Bitten Sie die Person, einen einfachen Satz nachzusprechen, zum Beispiel: „Ich benötige keine Hilfe.“ (Der Satz muss korrekt wiederholt werden, die Sprache darf nicht verwaschen sein.)
  • Bitten Sie die Person, gleichzeitig beide Arme nach vorne zu heben, Handflächen nach oben. (Bei einer Lähmung kann ein Arm nicht gehoben werden bzw. sinkt oder dreht sich, vor allem bei geschlossenen Augen, ab.)

Falls der Patient Probleme mit einem dieser Tests hat, soll sofort ein Notarzt gerufen werden und die Symptome der Person bereits am Telefon beschrieben werden.

Der Test fragt damit Schlüsselsymptome für einen Schlaganfall ab. Ein Test mit einhundert Personen zeigte, dass sie großteils einen Schlaganfall korrekt diagnostizierten.

Eine Schwäche der Arme wurde zu 97 %, Sprachdefizite zu 96 % einwandfrei erkannt. Aufgrund des Lächelns der Patienten identifizierten 74 % eine Gesichtsmuskelschwäche. Mit dieser Methode könnten zufällig anwesende Passanten ihre Diagnose den eintreffenden Rettungsteams sofort mitteilen.

Aufgrund der dadurch gewonnen Zeit sinkt die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient bleibende Schäden davonträgt.

 

Therapie

 

Erste Hilfe

Patienten mit einem Schlaganfall (oder dem Verdacht auf selbigen) sollten ohne zeitliche Verzögerung ärztlicher Behandlung zugeführt werden, denn in einer Vielzahl von Fällen gilt es, mittels intravenöser oder intraarterieller Gabe von speziellen Medikamenten (Thrombolyse) ein eventuell vorhandenes Blutgerinnsel aufzulösen und das Gehirn vor einem dauerhaften Schaden zu bewahren.

Primär gilt es in der Ersten Hilfe, nach dem unverzüglichen Absetzen eines Notrufs den Patienten weiterhin zu betreuen, mit erhöhtem Oberkörper zu lagern und fortlaufend das Bewusstsein zu kontrollieren. Keine körperliche Belastung. Nichts trinken, nichts essen, da eine Aspirationsgefahr besteht. Das bedeutet, dass das Gehirn evtl. den Schluckvorgang nicht mehr richtig steuern kann und so die Gefahr des Verschluckens besteht. Notfalltransport mit Rettungswagen, eventuell mit Notarzt, in eine Stroke Unit (spezialisierte Abteilung für Schlaganfall-Behandlung, nicht unbedingt immer Bestandteil einer neurologischen Klinik) zur genauen Diagnostik und Therapie von möglichen Komplikationen. [8]

 

Rehabilitation

Die Rehabilitation von Patienten mit zerebrovaskulärer Insuffizienz beginnt idealerweise postakut in o.g. spezialisierten Behandlungszentren, sog. Stroke Units. Rehabilitative Ansätze wie das des Bobath-Konzepts erfordern ein hohes Maß an interdisziplinärer Zusammenarbeit, sind bei konsequenter Ausführung für den Rehabilitationverlauf maßgeblich mitverantwortlich. Im Zentrum der neurologischen Rehabilitation stehen v.a. Maßnahmen, welche die Körperwahrnehmung des Betroffenen fördern und im besten Falle zur vollständigen Kompensation verlorener Fähigkeiten führen.

So werden beispielsweise zur Wiederherstellung der Gehfähigkeit mit Physiotherapeuten Gangmuster eingeübt. So arbeiten unter anderem Ergotherapeuten gezielt mit den Patienten zur (teilweisen) Wiederherstellung der sensomotorischen Fähigkeiten.

Die Bedeutung einer gezielten Logopädie bereits in der Frühphase und über einen langen Zeitraum wird häufig unterschätzt und nur laienhaft angegangen.

 

Siehe auch

Wiktionary: Schlaganfall – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen und Grammatik

Zu Einzelheiten bzgl. Symptomen, Diagnostik und Therapie siehe

  • Primär ischämischer Hirninfarkt
  • Hirnblutung
  • Subarachnoidalblutung
  • Transitorische ischämische Attacke
  • Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

 

Literatur (nach oben)

 

Lehrbücher

  • J. Braun; R Preuss: Klinikleitfaden Intensivmedizin, 5. Auflage, Urban & Fischer, 2002, ISBN 3-4372-3760-8 (Medizinisches Lehrbuch)
  • Klaus Poeck, Werner Hacke: Neurologie. Springer, Berlin u. a. - 12. Auflage 2006. 760 S. ISBN 3-540-29997-1 (Medizinisches Lehrbuch)
  • Patricia M. Davies: Hemiplegie. Springer, Berlin; 2. Auflage 2002. 622 Seiten. ISBN 3-540-41794-X (Lehrbuch zur krankengymnastischen Rehabilitation nach Schlaganfall)

 

Einzelnachweise

     Hamann 2002: Hamann, Gerhard F.; Siebler, Mario; von Scheidt, Wolfgang: Schlaganfall: Klinik, Diagnostik, Therapie, Interdisziplinäres Handbuch. ecomed Verlagsgesellschaft 2002, ISBN 3-609-51990-8.

    Definition der WHO

    Clearingbericht "Deutsche Leitlinen zum Schlaganfall", 2005. Hauptdokument (PDF)

    Kolominsky-Rabas et al.: A prospective community-based study of stroke in Germany--the Erlangen Stroke Project (ESPro): incidence and case fatality at 1, 3, and 12 months. Stroke. 1998;29:2501-6. PMID 9836758

    American Heart Association: A Simple Test for Stroke. online, abgerufen am 21. Juni 2007

    M. S. Dittmar, B. Vatankhah, M. Horn, doi:10.1055/s-2004-828291 (2004)

    Illustrierter Test auf der Internetseite der American Stroke Association: [1].

    Liste von Stroke Units mit einer Zertifizierung seitens der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe

      Quelle: Wikipedia

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